@3imsinn
digital business developer
Mittwoch, 8 Oktober, 2014

Habe die Ehre … ein paar persönliche Gedanken müssen erlaubt sein

Wir machen ja von allen unmöglichen Momenten im Leben Fotos. Von denen, die uns am nachhaltigsten in Erinnerung bleiben existieren trotzdem meistens keine. Beweis? Na dann: Steffen und ich stehen im Herbstabendlicht konspirativ vor dem Cafe Karin, unweit des alten Börsenvereins-Domizils (hach, das war noch ein Gebäude mit Charme...). Wir reden über dies und das, kennen uns kaum, ich druckse herum, die Initiative zu ergreifen fällt mir schwer. So vergehen die Minuten und ich verfalle in meine Verbandssprechdauerschleife, dabei hätte ich dieses eine Mal doch tatsächlich was zu sagen. Ich nehme allen Mut zusammen und frage ihn einfach, ob er sich vorstellen könnte - zusammen mit Jürgen - von dem ich wusste, dass die beiden sich (zumindest irgendwie) kannten und wertschätzten - Den AKEP als Sprecher durch die nächsten Jahre zu bringen. Er stand da, rauchend. Mit diesem offenen und doch nichts verratendem Gesichtsausdruck, der doch, bei ganz genauem Hinsehen, eine Spur ironischen Lächelns enthält: sein schwäbischen Pokerface.  Nichts passierte, es galt zu rauchen. Quälende Minuten später so etwas wie eine erste Einlassung. Er wusste ja nicht, was da alles auf ihn wartete... Von diesem Moment hätte ich gerne ein Bild. Es gibt keins. Dafür viele andere. Unsere Klausurtagung im Rheinhessischen, bei uns im Garten. Große Pläne im kleinen Garten. Oder republica, die erste in der Station. Ab 16:00 Uhr hielten sich alle mühsam am Stehtisch fest - verloren dabei aber nicht die großen digitalen Umwälzungen aus den Augen. Backstage, das erste Mal Jahrestagung im Kuppelsaal - Lübbermann betritt den Raum, alle sitzen ruhig trinken Kaffee und quatschen, vertraut irgendwie, entspannt - ach nee, schon wieder nur Erinnerung, kein Bild. Stattdessen eine Erkenntnis: Steffen ist ein Kommunikator, ein Verbinder, ein Social Evangelist. Wo er ist, da sind immer auch alle anderen. Wahrscheinlich weil er sich wunderbar zurücknehmen kann - ohne dabei seine Position zu leugnen. Denn die hat er. Keine Frage. Wo er seine Ausgeglichenheit her nimmt, ist zwar  ein Rätsel, aber man unterschätze nicht den Gedanken hinter der Ruhe. Ich habe ihn nur ein einziges Mal so richtig sauer erlebt. Da ging es um eBook-Zahlen... Drei Jahre sind wir jetzt durch den digitalen Matsch gewatet, mussten immer wieder Kröten aus dem Tümpel ziehen und sind gemeinsam im nächsten Morast versumpft. Ich überlasse es den Sprechern alle anderen AKEP-Anekdoten zu erzählen. Was mir bleibt ist DANKE zu sagen an zwei Sprecher, die so vertrauensvoll, so ehrlich, so überzeugend den AKEP geprägt haben. Das meine ich ganz ernsthaft. Wo gehobelt wird, da fallen Späne - da ist Nachsicht, ebenso wie Vertrauen ein wertvolles Gut. Vielleicht deshalb haben wir uns viel Zeit gelassen mit dem Übergang von einem auf den anderen... Wir haben Beate Muschler gewarnt, wir haben die Zukunft in den schwärzesten Farben gemalt und freuen uns natürlich, dass Sie sich nicht hat abbringen lassen, mit schnellen Schuhen und entschlossen durch das Moor zu wandern. Steffens große Themen: Internationanlisierung, Kommunikation & Valide Zahlen stehen immer noch auf der Agenda und als Peer-Group Leiter wird Meier nicht nur meinen, sondern auch machen. Der ein oder andere Anruf bei der Städtischen Müllabfuhr ist gewiss ;)